Ursachen für trockene Haut

Die Ursachen für trockene Haut sind so vielfältig wie ihre Erscheinungsform.
Wie haben für Sie die Ursachen für trockene Haut in folgende Kategorien unterteilt:

 

  • Übermäßiger Alkoholkonsum

    Alohol - trockene HautNeben dem Zigarettenkonsum ist der Konsum von Alkohol ein weiterer entscheidender Lebensstilfaktor, welcher zu einer Austrocknung der Haut beiträgt. Übermäßiger Alkoholkonsum schädigt nicht nur innere Organe wie die Leber, sondern auch die Haut. Alkoholkonsum lässt nicht nur langfristig, sondern auch kurzfristig die Haut austrocknen. Da ein Teil des Alkohols über die Schweißdrüsen in der Haut ausgeschieden wird, führt Alkoholkonsum zu vermehrtem Schwitzen. Dabei werden dem Körper Flüssigkeit und Nährstoffe entzogen. Alkoholabhängige Menschen haben oft eine fahle, eingesunkene Gesichtshaut, die unter anderem durch den Flüssigkeitsmangel bzw. einen Mangel an Vitaminen und Nährstoffen erklärt werden kann.

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  • Alter

    Alter - trockene hautMit zunehmendem Alter dünnt die Haut zusehends aus. Darüber hinaus erlahmt der Mechanismus, welcher Feuchtigkeit an die Epidermis abgibt, wodurch die Oberhaut mehr und mehr austrocknet. Im fortgeschrittenen Alter bilden die Talgdrüsen keine ausreichende Menge an Lipiden mehr, wodurch der ölige Schutzfilm auf der Oberhaut zu bröckeln beginnt. Besonders bei Menschen, die ohnehin zu trockener Haut neigen, verschlimmert sich dieser Zustand mit zunehmendem Alter. Außerdem nimmt das Durstgefühl mit der Zeit immer mehr ab, wodurch ältere Menschen häufig nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, was die Austrocknung der Haut noch verstärkt. Xerodermie verstärkt die Faltenbildung im Alter und führt bereits in den mittleren Jahren zu ersten Knitterfalten.

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  • Chemikalien

    chemikalien - trockene hautVerschiedenste im Alltag verwendete Chemikalien, wie etwa Putzmittel, enthalten Stoffe, welche die Haut reizen. Werden keine Vorsichtsmaßnahmen, wie das Tragen von Handschuhen, unternommen, kommt die Haut immer wieder in Kontakt mit schädlichen Stoffen. Dadurch wird der Schutzfilm der Oberhaut geschädigt und schädliche Stoffe können tiefer in die Haut eindringen. Es kann auch nach einmaligem Kontakt mit reizenden Stoffen zu einer Hautreaktion, wie einer Rötung, kommen. Kommt die Haut immer wieder mit Wasch-, Scheuer- und Reinigungsmitteln in Kontakt, trocknet dies die Haut aus und führt zu kleinen Einrissen, was wiederum zu Entzündungen und Ekzemen führen kann. Die Haut an den Händen ist davon besonders oft betroffen.

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  • Falsche Ernährung

    Ernährung - trocken HautEine einseitige und ungesunde Ernährung kann zur Entstehung einer Xerodermie beitragen. Besonders bei Menschen, die genetisch bedingt bereits eine eher trockene Haut haben, reagiert die Haut bei falscher Ernährung schnell mit vermehrter Austrocknung. Bei einer zu einseitigen Ernährung werden dem Körper nicht ausreichend Nährstoffe und Vitamine zugeführt, welche essentiell für ein gesundes Hautbild sind. Eine Mangelernährung führt unter anderem zu einer blassen und schuppenden Haut, weil diese nicht mit den benötigten Nährstoffen versorgt wird. Darüber hinaus wird die Produktion von hauteigenen Lipiden herabgesetzt, sodass der Schutzfilm der Haut geschädigt wird.

  • Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 1,5 Liter pro Tag zu trinken. An heißen Tagen oder an Tagen an denen man viel schwitzt sollte man mindestens 3 Liter trinken.

     

  • Grunderkrankungen

    Grunderkrankungen - trockene HautTrockene Haut kann ein Symptom einer Grunderkrankung sein. So leiden Betroffene einer Schilddrüsenunterfunktion häufig unter trockener, sich abschuppender und juckender Haut. Auch an Diabetes mellitus Erkrankte leiden häufig unter juckender und trockener Haut. Dies liegt unter anderem daran, dass die Durchblutung der Haut verschlechtert ist und die Haut daher nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden kann. Außerdem gibt es eine Reihe von Hauterkrankungen, welche mit einer Austrocknung der Haut einhergehen. Dazu gehört zum Beispiel die Schuppenflechte, bei der es zur Ausbildung von weißen Schuppenherden auf rötlich entzündeten Hautstellen kommt. Trockene Haut ist auch ein charakteristisches Symptom von Neurodermitis. Menschen, die an Neurodermitis leiden, haben meist eine sehr trockene Haut, die stellenweise gerötet ist und meist stark juckt.

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  • Hormone

    Die Hormonkonzentration im Blut beeinflusst das Hautbild wesentlich. Ein Östrogenmangel steht zum Beispiel in Zusammenhang mit trockener Haut. Zu einem Östrogenmangel kann es bei Frauen zum Beispiel bei sehr stressvollen Lebensbedingungen kommen. Auch während der Wechseljahre leiden viele Frauen aufgrund des Mangels an Östrogenen unter trockener und dünner Haut. Dies ist ein normaler Teil des Alterungsprozesses. Auch bei Männern trocknet die Haut aufgrund der abnehmenden Konzentration von Androgenen im Blut im Alter vermehrt aus.

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  • Der individuelle Hauttyp

    individueller Hauttyp - trockene HautOb jemand eher zu trockener Haut neigt oder nicht, ist neben anderen Faktoren vor allem erblich bedingt. Gesunde Haut unterscheidet sich von Mensch zu Mensch in Bezug auf ihren Feuchtigkeits- und Fettgehalt, ihren Spannungszustand sowie ihrer Behaarung. Je nach der individuellen Hautstruktur wird zwischen normaler, fettiger und trockener Haut bzw. Mischhaut unterschieden. Menschen, die genetisch bedingt eine trockene Haut aufweisen, leiden nur selten unter Hautunreinheiten. Poren lassen sich auf der gespannten Hautoberfläche kaum beobachten. Dieser Hauttyp bekommt schnell feine Fältchen im Gesicht und die Haut ist sensibel gegenüber mechanischer Beanspruchung.

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  • Übermäßige Körperhygiene

    übermäßige Körperhygiene - trockene HautWasser ist überlebenswichtig und grundsätzlich gut für den Körper und somit auch für die Haut. Trotzdem kann zu häufiges Baden und Duschen der Haut Feuchtigkeit entziehen und so zu trockener Haut führen. Besonders lange Bäder in heißem Wasser entziehen Feuchtigkeit. Um trockene Haut zu vermeiden, sollte ein ausgeglichenes Maß für die Körperhygiene gefunden werden. Zu häufiges Waschen schadet dem Schutzmantel der Haut und begünstigt die Austrocknung der Haut. Ebenso können aggressive Pflegeprodukte und Seifen die Haut austrocknen, weil sie ihr Fette entziehen.

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  • Körperpflege und Kosmetik

    Körperpflege und Kosmetik - trockene HautMenschen, die ohnehin unter trockener Haut leiden, sollten auf feuchtigkeitsspendende Körperpflegeartikel und Kosmetika achten. Die Verwendung von ungeeigneten Pflegeprodukten entzieht der Haut Feuchtigkeit und schadet dem Schutzfilm auf der Oberhaut. Geeignet sind daher Produkte, welche natürliche Öle, wie Mandelöl, enthalten. Körperpflegeartikel und Kosmetika, welche für unreine Haut oder Mischhaut konzipiert sind, enthalten oft Stoffe, welche der Haut Lipide und Feuchtigkeit entziehen und daher die Haut austrocknen. Beim Waschen mit Seife wird der ölhaltige Schutzfilm der Haut teilweise entfernt, was durch die Verwendung von rückfettenden Seifen bzw. Lotionen verhindert werden kann. Diese enthalten nämlich Öle, welche dabei helfen den hauteigenen Schutzfilm wieder aufzubauen.

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  • Medikamente

    Medikamente - trockene HautXerodermie kann durch die Einnahme bestimmter Medikamente verursacht werden. Arzneimittel, welche in den Wasser- und Elektrolythaushalt des Körpers eingreifen, führen nicht selten zu Hauttrockenheit. Dazu gehören unter anderem Diuretika, also Mittel, welche entwässernd wirken und bei unerwünschten Wassereinlagerungen im Körper eingenommen werden müssen. Ist die Dosierung der Diuretika nicht optimal auf den individuellen Patienten eingestellt, kann es zu einem Flüssigkeitsmangel kommen, welcher auch mit einer Austrocknung der Haut einhergeht. Bei Kortison handelt es sich um einen Wirkstoff, der in vielen Hautcremes enthalten ist und welcher bekannt dafür ist, die Haut auf lange Sicht auszutrocknen bzw. auszudünnen. Kortisoncremes werden zum Beispiel zur Behandlung von Neurodermitis verwendet. Viel Hautcremes, die zur Aknebehandlung eingesetzt werden, haben die Nebenwirkung der Hautaustrocknung. Auch Chemotherapeutika können Hautreaktionen, wie die Austrocknung und Abschuppung bestimmter Hautpartien, hervorrufen.

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  • Der Einfluss der Psyche

    Es heißt nicht umsonst, dass die Haut die Seele eines Menschen widerspiegelt. Das größte Organ des Menschen, welches eine Barriere zwischen dem Selbst und der Umwelt darstellt, zeigt nicht selten psychische Belastungen an. Anhaltender Stress stört das seelische Gleichgewicht und kann zu Hautveränderungen, wie einer Austrocknung der Haut führen. Da Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen unter anderem mit einem hormonellen Ungleichgewicht zusammenhängen, können auch sie das Hautbild verschlechtern. Bei Menschen, die von Natur aus eher eine trockene Haut aufweisen, kann sich diese Tendenz bei psychischen Belastungen verstärken und zu einem Problem werden. Dauerstress kann die Haut fahl erscheinen lassen und zu einem unangenehmen Hautspannen führen.

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  • Rauchen

    rauchen - trockene hautEs ist eine weithin bekannte Tatsache, dass Rauchen die Alterung der Haut beschleunigt. Langjährige Raucher können nicht selten alleine durch ihre trockene, frühzeitig gealterte und faltige Gesichtshaut identifiziert werden. Dies hat zwei Hauptursachen. Einerseits wird mit dem Zigarettenrauch Kohlenstoffmonoxid aufgenommen, wodurch die Durchblutung der Haut verschlechtert wird. Durch die mangelnde Durchblutung wird die Haut nicht mit ausreichend Nährstoffen versorgt und trocknet aus. Andererseits werden durch das Nikotin und andere im Tabak enthaltenen Stoffe die Kollagenfasern des Bindegewebes angegriffen. Diese Fasern sind maßgeblich für die Elastizität und Druckfestigkeit der Haut verantwortlich. Werden die Kollagenfasern aufgrund des Zigarettenkonsums angegriffen, macht dies die Haut weniger flexibel.

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  • Risikoberufe

    So genannte Berufsdermatosen, also berufsbedingte Hauterkrankungen, sind in manchen Berufsgruppen sehr häufig. Kommt die Haut im Rahmen der Berufsausübung immer wieder in Kontakt mit die Haut reizenden Stoffen, führt dies innerhalb kurzer Zeit zur Austrocknung der betroffenen Hautstellen. Auch mechanische Überbelastung kann den Schutzfilm der Haut schädigen und zur Austrocknung führen. Davon betroffen sind zum Beispiel die Hände von Frisören, die immer wieder in Kontakt mit Färbemitteln kommen. Häufig betroffen sind auch Ärzte, Krankenschwestern- und Pflegepersonal, die sich viele Male jeden Tag die Hände waschen müssen. Auch Berufe, die im Freien ausgeübt werden, stellen ein Risiko dar, da die Haut täglich viele Stunden lang Wind und Wetter ausgesetzt ist und dadurch die Austrocknung beschleunigt wird.

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  • Starkes Schwitzen

    Damit die Haut ihre druckelastische Grundspannung nicht verliert, wird ständig Feuchtigkeit an die Epidermis abgegeben. Durch starkes Schwitzen und dem damit einhergehenden Flüssigkeitsmangel, kann die Oberhaut nicht mehr ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt werden. Besonders während sportlicher Aktivitäten im Sommer kommt es durch übermäßiges Schwitzen zu einer Dehydrierung des Körpers; dieser Wassermangel macht sich auch an einer gespannten und trockenen Haut bemerkbar. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist also auch für die Gesundheit der Haut essentiell. Dauerhafter Flüssigkeitsmangel führt zur frühzeitigen Alterung der Haut und zur vermehrten Faltenbildung aufgrund der Austrocknung.

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  • Sonneneinstrahlung

    Sonneneinstrahlung - trockene HautÜbermäßiges Sonnenbaden bzw. Besuche im Solarium entziehen der Haut Feuchtigkeit und tragen daher zur Entstehung einer Xerodermie bei. UV-Strahlen sind nur in kleinen Dosen gut für die Haut, längere Sonnenbäder schwächen den Schutzfilm der Haut und trocknen diese aus. Bei wiederholt auftretenden Sonnenbränden werden auch tiefer liegende Schichten der Haut geschädigt, was nicht nur die Haut nachhaltig austrocknet, sondern auch das Risiko an Hautkrebs zu erkranken stark erhöht. Die Haut von Menschen, die sich regelmäßig und über einen längeren Zeitraum hinweg ungeschützt in der Sommersonne aufhalten bzw. regelmäßig ins Solarium gehen, altert schneller und verliert die Fähigkeit den Flüssigkeits- bzw. Lipidhaushalt optimal zu regulieren.

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  • Wetter

    Wetter - trocken HautDas Wetter ist einer der wichtigsten exogenen Faktoren, welche das Hautbild beeinflussen. Besonders während der Wintermonate leiden viele Menschen unter trockener Haut. Meist sind dabei Hände, Arme und das Gesicht betroffen, da diese Körperstellen am ehesten den Elementen ausgesetzt sind. Durch Wind und kalte Temperaturen verliert die Haut an Feuchtigkeit. Darüber hinaus ist im Winter die Luftfeuchtigkeit aufgrund von beheizten Räumen niedrig, was zu einer zusätzlichen Austrocknung der Haut führt. Auch der Wechsel von beheizten Räumen mit niedriger Luftfeuchtigkeit und trockener Kälte draußen lässt die Haut austrocknen. Wetterbedingte Xerodermie tritt jedoch nicht nur im Winter auf, denn auch die Sommerhitze lässt die Haut austrocknen. Bei heiß-trockenem Wetter und strahlendem Sonnenschein wird der Haut ohne Sonnenschutz viel Feuchtigkeit entzogen, die nicht durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr kompensiert werden kann, wenn es zu Verbrennungen der Haut kommt.

 
 
 
 

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